(c) 2004 Klaus Schmidt

Elenvina Lautenspiel

Elenvina ist eine Liebe und Nette,
stets achtet sie die Etikette,
sie ist Bardin von Profession,
ihre Musik spielt sie mit ganzer Passion.
Ihr voller Name ist Elenvina Lautenspiel,
das war das erste was mir an ihr gefiel,
sie zog mit ihren Eltern durch die Lande,
trug dabei gern auch mal feine Gewande.

Zu den Gauklern gehört ihre Familie schon seit Ewigkeiten,
sie musizierten, tanzten und spielten zu allen Zeiten.
Ich weiß noch genau wie ich sie damals traf,
sie spielte auf einem Fest ihre Musik ganz brav.
Sie war es, die mir sofort auffiel,
ihr Lachen, ihr Tanzen, ihr Spiel.
Es war, wie soll ich sagen, überraschend doch sehr,
daß man jemand nur sehen konnte und wollte mehr.


Auch wenn ich mich nicht getraute sie anzusprechen,
aus lauter Angst mich zu verhaspeln oder gar versprechen,
so wollte doch der Zufall oder war es Schicksal,
daß ich sie kennenlernte mit einem Mal,
nun es geschah damals folgendes nach ihrem Spiel:
sie kam die Bühne herab und fiel!

Ich versuchte sie zwar aufzufangen,
schnell noch zu ihr zu gelangen,
doch ungeschickt wie ich da war,
erwischte ich sie gerade zwar,
doch stützen oder halten konnte ich sie nicht,
zum Glück fiel keiner von uns auf das Gesicht.

So saßen wir da nun auf dem Boden,
wie zwei Kinder nach dem Toben,
wir mußten beide herzhaft lachen,
was machten wir hier nur für Sachen.
Ihr Vater schließlich half uns auf die Beine,
auch er war erheitert, wie ich meine.

So lernte ich sie damals kennen,
und glaubt mir, für ihr Leben würd' ich rennen.
Doch mehr von ihr folgt ein Andermal,
von Abenteuern, Liebe und auch Qual.